ver.di Fachbereich Handel Hessen - Wilhelm-

Posts mit dem Label Tarifinfo GAH werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tarifinfo GAH werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 18. Juli 2023

Tarifrunde Großhandel 2023 - Ausgleich für Preissteigerung bleibt für Arbeitgeber tabu

 3. Tarifverhandlung für Groß- und Außenhandel/Verlage in Hessen

„Ausgleich der Preissteigerung bleibt für Arbeitgeber tabu“


Frankfurt/Main, 18. Juli 2023 – „Wir verhandeln seit drei Monaten in der Zeit einer
enorm steigenden Inflation, die alle Beschäftigten täglich viel Kaufkraft kostet,
weil die Entgelte seit dem 1. April des letzten Jahres um nicht mehr als 1,7 Prozent
angehoben wurden. Trotzdem bewegen sich die Arbeitgeber auch mit ihrem heutigen
neuen Angebot noch in einer Größenordnung, die für uns völlig inakzeptabel
ist. Bei einer offerierten Lohnerhöhung von 5,1 Prozent für 2023 und einer Durchschnittsinflation
über 6 Prozent würden wir einen weiteren Kaufkraftverlust hinnehmen“,
erklärt Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di
Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Groß- und Außenhandel/
Verlage: „Da hilft auch keine Inflationsausgleichprämie, mit der immer wieder
‚gelockt‘ wird. Ihre Zahlung brutto für netto ist für die Haushalte der Beschäftigten
ein ‚Strohfeuer‘, das nicht dauerhaft ‚wärmt‘. Wir brauchen echte Lohnsteigerungen
deutlich über der Inflationsrate. Und da liegt offensichtlich das Problem:
Schon ein Ausgleich der Preissteigerung bleibt für die Arbeitgeber tabu. Deshalb
müssen die Verhandlungen an dieser Stelle immer wieder ohne Chance auf Einigung
bleiben. Wir werden also weiterhin auf Streiks und Aktionen setzen, bis die
Arbeitgeber einen sozialpolitischen Weg einschlagen, der den Tarifkonflikt auch
wirklich lösen kann.“

ver.di fordert für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel/Verlage in Hessen:

- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 13 Prozent, mindestens um 400 Euro;

- Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 250 Euro in jedem Lehrjahr;

- 12 Monate Laufzeit des Tarifvertrages;

- Allgemeinverbindlicherklärung der Branchentarifverträge durch einen gemeinsamen
Antrag des Arbeitgeberverbandes AGH und ver.di.

Die nächsten Tarifverhandlungen finden am Freitag, 8. September 2023, statt.

Montag, 17. Juli 2023

Tarifrunde 2023 Großhandel - 3. Tarifverhandlung am 18. Juli in Hessen

presse.mitteilung

ver.di hessen

 

3. Tarifverhandlung für Groß- und Außenhandel/Verlage in Hessen
„Großhändler bilden Speerspitze
des Kampfes gegen das Streikrecht“
 

Frankfurt, 17. Juli 2023.  „Die Großhändler bilden aktuell die ‚Speerspitze‘ im Kampf gegen das demokratische Streikrecht der Beschäftigten. In mehreren Verfahren vor Arbeitsgerichten mussten sie sich allerdings anhören, dass die von ver.di initiierten Arbeitskämpfe rechtmäßig sind. Für uns bestätigen nicht so sehr die Gerichtsentscheidungen, sondern vor allem die Klagen, dass die Streiks bei den unmittelbaren Adressaten, aber ebenso im gesamten Handel ihre Wirkung nicht verfehlen“, erklärt Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Groß- und Außenhandel/Verlage: „Deshalb bleiben wir bei unserer offensiven Haltung, die berechtigten Forderungen zur deutlichen und nachhaltigen Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen gegenüber dem bisherigen Miniangebot von 4 Prozent nach 7 Monaten ohne Lohnsteigerung durch eine Verstärkung des Arbeitskampfes zu verteidigen. Wer Streiks beenden oder vermeiden möchte, hat durch ein zeitgemäßes Tarifangebot dazu die Gelegenheit. Die Inflationsverluste der Beschäftigten müssen damit jedoch ausgeglichen und ihre dringenden Bedürfnisse berücksichtigt werden.“

ver.di fordert für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel/Verlage in Hessen:

-   Erhöhung der Löhne und Gehälter um 13 Prozent, mindestens um 400 Euro;

-   Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 250 Euro in jedem Lehrjahr;

-   12 Monate Laufzeit des Tarifvertrages;

-   Allgemeinverbindlicherklärung der Branchentarifverträge durch einen gemeinsamen Antrag des Arbeitgeberverbandes AGH und ver.di

Die Tarifverhandlungen finden am Dienstag, 18. Juli 2023, um 13.30 Uhr im Bildungszentrum des Arbeitgeberverbandes „Villa Manskopf“, Flughafenstraße 4a, 60528 Frankfurt/Main, statt.

Montag, 19. Juni 2023

Tarifrunde Großhandel Hessen 2023 - „Wer Streiks provoziert, sollte sich über sie nicht beschweren“

presse.mitteilung
ver.di hessen
  
„Wer Streiks provoziert, sollte sich über sie nicht beschweren“
  
Frankfurt, 19. Juni 2023. „Seit Monaten laufen in verschiedenen Bundesländern die Tarifverhandlungen, doch sie kommen wie in Hessen vom anfangs vorgelegten Billigangebot nicht vom Fleck. Bewegung gibt es in den Betrieben wie den REWE-Lagern in Breuna und Neu-Isenburg, wo die Beschäftigten zur Unterstützung unserer Tarifforderungen die Arbeit niederlegten. Das muss den Arbeitgebern nicht gefallen, sie können wie in Nordrhein-Westfalen auch gerichtlich gegen Streiks vorgehen oder wie in anderen Bundesländern mit Schadenersatzklagen drohen. Solche Angriffe auf das Streikrecht müssen von uns mit weiteren und stärkeren Arbeitskämpfen beantwortet werden“, erklärt Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Groß- und Außenhandel/Verlage: „Es bleibt auch nach faktisch vertaner Zeit in der zweiten Tarifverhandlung heute in Frankfurt als Erkenntnis, dass die Arbeitgeber mit ihrem Angebot von 4 Prozent ab Dezember dieses Jahres bei sieben Monaten ohne jegliche Erhöhung sowohl die dringenden Bedürfnisse ihrer Beschäftigten ignorieren als auch die Tarifrunde unnötig in die Länge ziehen. Allerdings sollten sie dabei bedenken: Wer Streiks provoziert, sollte sich anschließend über sie nicht beschweren.“
 
ver.di fordert für die Beschäftigten im Groß- und Außenhandel/Verlage in Hessen:
Erhöhung der Löhne und Gehälter um 13 Prozent, mindestens um 400 Euro;
Anhebung der Ausbildungsvergütungen um einheitlich 250 Euro in jedem Ausbildungsjahr;
12 Monate Laufzeit des Tarifvertrages;
Allgemeinverbindlicherklärung der Branchentarifverträge durch einen gemeinsamen Antrag des Arbeitgeberverbandes AGH und ver.di.
 
Die nächsten Tarifverhandlungen sind am 18. Juli 2023.

Freitag, 17. März 2023

Tarifrunden Handel 2023

 

presse.mitteilung ver.di hessen

Tarifforderungen für den Handel beschlossen

 

Soziale Komponente muss sein!

Frankfurt, 16. März 2023  – „Die unablässig hohe Preissteigerung ist ein kaum verkraftbares Übel, das die Beschäftigten im Handel nicht nur zu äußerster Sparsamkeit, sondern auch zum Verzicht auf sonst Übliches zwingt“, erklärt Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Leiter der Tarifverhandlungen für den hessischen Einzel- und Versandhandel sowie den Groß- und Außenhandel/Verlage: „Viele müssen teils mit geringen Gehältern und Löhnen für eine Teilzeitbeschäftigung auskommen. Doch selbst regulär Bezahlte in Vollzeit werden die Überbelastung durch finanzielle Engpässe für die gesamte Familie nicht mehr los. Jetzt dürfen sich die Arbeitgeber einer dauerhaften kräftigen Anhebung der Verdienste nicht mehr verstellen.“ 

Vor diesem Hintergrund beschlossen die ver.di-Tarifkommissionen der beiden Branchen für die anlaufende Tarifrunde in Hessen die folgenden Forderungen für eine Laufzeit von zwölf Monaten:

-         für den Einzel- und Versandhandel eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um 2,50 Euro je Stunde;

-         für den Groß- und Außenhandel/Verlage eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um 13 Prozent, mindestens 400 Euro;

Darüber hinaus sollen die Ausbildungsvergütungen gleichermaßen um 250 Euro je Ausbildungsjahr angehoben und die Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt werden.

„Mit den geforderten Entgelterhöhungen betonen wir unmissverständlich, dass eine
soziale Komponente sein muss“, so Marcel Schäuble weiter: „Denn die Beschäftigten in den unteren Gehalts- und Lohngruppen sind die durch die Preissteigerung am ärgsten Gebeutelten. Ihre Einkommen müssen nicht bloß kräftig, sondern verhältnismäßig stärker steigen als die der oberen Entgeltgruppen. Wir sehen die in der Corona-Pandemie und auch während der Inflationskrise gut bis bestens profitierenden Unternehmer in der Pflicht, sich nicht vor ihrer sozialen Verantwortung zu drücken.“

Tarifrunde Großhandel Hessen 2023 - 13%, mindestens 400€ habt ihr verdient

 



Montag, 2. Januar 2023

Tarifrunden Handel Hessen 2023 - Online-Befragung bis 31. Januar 2023 - Nimm teil und werde ver.di-Mitglied!

 

Über den QR-Code auf der rechten Seite gelangt ihr zur Umfrage. Alternativ könnt ihr auch diesen Link benutzen: https://t1p.de/TR2023

Über den QR.Code auf der linken Seite könnt ihr ver.di-Mitglied werden. Alternativ könnt ihr auch diesen Link benutzen: https://mitgliedwerden.verdi.de

Freitag, 29. Oktober 2021

Tarifrunde Großhandel Hessen 2021 - Abschluss im Groß- und Außenhandel

 


PDF (Hier klicken!)

Tarifabschluss für den Groß- und Außenhandel/Verlage in Hessen

„Ein akzeptables Ergebnis nach langwierigen Verhandlungen“

Frankfurt, 29. Oktober 2021.   „Der Tarifabschluss für die Schwesterbranche des hessischen Einzel- und Versandhandels vom 29. September hat offenbar auch den Großhändlern vor Augen geführt, dass ihre beharrliche Verweigerung einer deutlichen Steigerung der Entgelte sich sowohl wirtschaftlich als auch betrieblich eher kontraproduktiv auswirkt. Heute konnten wir nach langwierigen Verhandlungen ein akzeptables Ergebnis vereinbaren“, erklärt Bernhard Schiederig, Verhandlungsführer der ver.di Hessen für den hessischen Groß- und Außenhandel/Verlage: „Mit einer Erhöhung der Gehälter und Löhne um 3,0 Prozent ab 1. Oktober 2021, also fünf so genannten Nullmonaten ohne Erhöhungsbetrag, und 1,7 Prozent ab 1. Mai nächsten Jahres können die Beschäftigten der Branche zwar keine ‚Luftsprünge‘ machen, aber sie erhalten einen spürbaren Ausgleich der anwachsenden Inflationsrate. Die Ausbildungsvergütungen steigen in jedem Lehrjahr zum 1. September 2021 um 30 Euro und zum 1. Mai 2022 um weitere 20 Euro. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit vom 1. Mai 2021 bis 30. April 2023. Darüber hinaus konnten wir mit den Arbeitgebern die seit vielen Jahren umstrittenen rechtswidrigen ‚Altersstaffeln‘ bei den Gehältern abschaffen. Dadurch wird jüngeren Beschäftigten der Einstieg ins Berufsleben finanziell erleichtert. Je nach Beruf und entsprechender Gehaltsstufe erhalten sie künftig monatlich brutto zwischen 119 und 511 Euro mehr, weil sie bei der Einstellung sofort in die früher höchste, nun alleinige Entgeltstufe eingruppiert werden müssen. Damit ist jede Altersdiskriminierung in den Tarifverträgen des Groß- und Außenhandels/Verlage in Hessen beseitigt. Diesem Resultat ging eine jahrelange zähe Auseinandersetzung sowie eine gerichtliche Bestätigung der Rechtsauffassung von ver.di voraus. Das ist jetzt Vergangenheit.“ 

Donnerstag, 30. September 2021

Tarifrunde Großhandel Hessen 2021 - 100 streikende Kolleg:innen am 30. September 2021 im REWE-Logistikzentrum RED 63 in Neu-Isenburg






presse.mitteilung
ver.di hessen 

Weiter keine angemessene Tariferhöhung im hessischen Großhandel - 
Streik im REWE Logistikzentrum RED 63 in Neu-Isenburg

Frankfurt, 29. September 2021.  Der Fachbereich Handel der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft das REWE Logistikzentrum RED 63 in Neu-Isenburg morgen, Donnerstag, 30. September 2021 zum Streik auf.

Nach der 4. Verhandlung in der diesjährigen Tarifrunde im hessischen Groß- und Außenhandel vergangenen Freitag bleibt das Angebot der Arbeitgeber weit von den Forderungen der hessischen Tarifkommission entfernt. Die Arbeitgeber boten am Freitag lediglich eine Erhöhung der Löhne und Gehälter nach sieben Nullmonaten um 2,0 Prozent zum 1. Dezember 2021 und um 2,0 Prozent zum 1. August 2022 bei einer Laufzeit bis zum 30. April 2023 an. Eine bislang seitens der Arbeitgeber geforderte Unterscheidung in Unternehmen, die „gut“ durch die Corona-Pandemie gekommen sind, und in solche Unternehmen, die dagegen „schlecht“ durch die Corona-Pandemie gekommen sind und die deshalb erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt eine Tariferhöhung erhalten sollten, ist offenbar vom Tisch. Dabei hatten die Arbeitgeber die Parameter für eine solche Unterscheidung, die die Gewerkschaft ver.di grundsätzlich ablehnte, nie formuliert.

Bei einer prognostizierten und sich abzeichnenden Teuerungsrate im Jahr 2021 von über 4 Prozent würde die Kaufkraft der Nettolöhne und Nettogehälter sinken. Denn für das erste Tarifjahr (Mai 2021 bis April 2022) betrüge ein Abschluss auf dem Niveau des Arbeitgeberangebots eine tatsächliche Erhöhung von 0,8 Prozent für das gesamte Tarifjahr. Im zweiten Tarifjahr betrüge die wirkliche Steigerung 1,5 Prozent.

Um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, hatte die Gewerkschaft ver.di bereits am Donnerstag, den 23. September 2021 im Rhein-Main-Gebiet die Frankfurter Niederlassung des Pharma-Großhändlers Alliance Healthcare Deutschland GmbH im Frankfurter Stadtteil Rödelheim zum zweiten Mal in dieser Tarifrunde bestreikt. An der erfolgreichen Arbeitsniederlegung beteiligten sich etwa 50 Beschäftigte. Nur wenige Aufträge konnten an diesem Tag die Niederlassung in Richtung der Apotheken verlassen.

Es folgt nun morgen ein Streik im REWE Logistikzentrum RED 63 in Neu-Isenburg, welches tariflich auch dem hessischen Groß- und Außenhandel angehört. Auch dieser Betrieb wird damit in der laufenden Tarifrunde zum zweiten Mal bestreikt. Die Gewerkschaft ver.di rechnet in den beiden Schichten mit einer zusammen ähnlich hohen Streikbeteiligung wie in der AHD-Filiale in Frankfurt-Rödelheim.

Tarifforderungen der ver.di für den hessischen Groß- und Außenhandel/Verlage:
 

  • Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat;
  • Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge für die gesamte Branche;
  • Begrenzung der Laufzeit auf 12 Monate.

Freitag, 24. September 2021

Tarifrunde Großhandel Hessen 2021 - 4. Tarifverhandlung am 24.09.2021

presse.mitteilung
ver.di hessen

 

4. Tarifverhandlung für Groß- und Außenhandel/Verlage in Hessen am 24. September

 Kommt in Hessen ein „sittenwidriges“ Angebot wie in Baden-Württemberg? 

Frankfurt, 23. September 2021.  Wie im Einzel- und Versandhandel zeichneten sich die hessischen Arbeitgeber des Groß- und Außenhandels/Verlage bisher durch eine tarifpolitische Unselbständigkeit und eine realitätsferne Beurteilung der wirtschaftlichen Lage in der Branche aus. Deshalb erwarten wir am Freitag keinen ‚Sonderweg‘ für Hessen, aber hoffentlich auch kein den übrigen Bundesländern eins zu eins angepasstes Angebot für die Erhöhung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen“, erklärt Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Groß- und Außenhandel/Verlage: „Zuletzt zeigten die Arbeitgeber am Montag in Baden-Würt­tem­berg, was sie in dieser Tarifrunde beabsichtigen: eine offensive Reallohnsenkung für die Beschäftigten durchzusetzen. Bei einer aktuellen Inflationsrate von etwa 4 Prozent und einer prognostizierten Preissteigerung von bis zu 5 Prozent kann ein Angebot für dieses Jahr von 2 Prozent bei 7 Nullmonaten ohne jeglichen Erhöhungsbetrag von uns nur als ‚sittenwidrig‘ bezeichnet werden. Denn bei den Beschäftigten kämen davon real lediglich 0,8 Prozent an. Allein die Differenz zur durchschnittlichen Preissteigerung läge folglich bei über 3 Prozent. Wer solche ‚Angebote‘ vorlegt, der will offensichtlich die Beschäftigten nicht nur materiell schädigen, sondern sie dabei auch noch demütigen. Wenn’s so auch in Hessen laufen sollte, sind wir mit den Arbeitgebern schnell fertig, weil es nichts zu verhandeln gibt.“

Tarifforderungen der ver.di für den hessischen Groß- und Außenhandel/Verlage:

  • Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat;
  • Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge für die gesamte Branche;
  • Begrenzung der Laufzeit auf 12 Monate. 

Donnerstag, 23. September 2021

Tarifrunde Großhandel Hessen 2021 - Streik bei Alliance Healthcare Niederlassung Frankfurt am 23.09.2021



presse.mitteilung
ver.di hessen
 
Streik beim Pharmagroßhändler Alliance Healthcare Frankfurt
vor 4. Tarifverhandlung hessischer Groß- und Außenhandel/Verlage

Frankfurt, 23. September 2021. ver.di hat die Beschäftigten des Pharmagroßhändlers Alliance Healthcare in Frankfurt am Main zu einem ganztätigen Streik aufgerufen. Ziel ist es, am Vortag der 4. Verhandlungsrunde im hessischen Groß- und Außenhandel morgen (Freitag, 24. September) den Druck auf den hessischen Arbeitgeberverband (Verband Großhandel Außenhandel Verlage und Dienstleistungen Hessen e. V., AGH) zu erhöhen.
 
Sowohl bundesweit als auch in Hessen sind die Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel festgefahren. In Hessen boten die Arbeitgeber in der 3. Tarifverhandlung am 16. Juli 2021 nach vier Nullmonaten ab dem 1. September 2021 eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,5 Prozent an, dem sollte einer weiteren Erhöhung am 1. Mai 2022 um 1,0 Prozent folgen. Für Unternehmen, die wirtschaftlich schlecht durch die Corona-Pandemie gekommen sind, sollten die Erhöhungen erst zum 1. September 2022 und zum 1. März 2023 erfolgen. An die Beschäftigten der gut durch die Krise gekommenen Unternehmen soll eine Einmalzahlung (steuerbefreite Corona-Prämie) von 150 Euro (Vollzeit) ausgezahlt werden. Welche Unternehmen der Arbeitgeberverband in die Reihe der „guten“ Unternehmen und welche in die Reihe der „schlechten“ Unternehmen einordnet, blieb offen. Die hessischen Arbeitgeber im Groß- und Außenhandel waren nicht bereit, ihre Rolle als Verlustbringer für alle Beschäftigten der Branche aufzugeben.
 
Einige Arbeitgeber folgten mittlerweile einer bundesweiten Empfehlung des Arbeitgeberverbandes im Groß- und Außenhandel und kündigten ab 1. August 2021 oder später eine freiwillige Vorabanhebung von 2,0 Prozent an. Angesichts der Belastungen für die Beschäftigten in der Corona-Pandemie und angesichts der weiter steigenden Inflationsrate von um die 4 Prozent sind solche Angebote für die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di unannehmbar.
 
Für die Frankfurter Niederlassung des Pharmagroßhändlers ist es bereits der zweite Streiktag in der laufenden Tarifrunde. Der erste Streiktag fand am 15. Juni 2021 am Tag nach der 2. Tarifverhandlung statt.

Donnerstag, 12. August 2021

Tarifrunde Großhandel Hessen 2021 - Edeka Hessenring, mach mit!

Lebensmittelhändlerin Edeka Hessenring ist die einzige der sieben Regionalgesellschaften der bundesweiten EDEKA, die nicht tarifgebunden ist. Hier wird gekürzt nach Gutdünken, Beschäftigte werden niedriger eingestuft, Betriebsrät*innen, die nicht auf Linie sind, werden attackiert.

Jetzt ist Tarifrunde in Hessen und ver.di meint: Mund aufmachen! Denn die Gewinne von Edeka sind nach oben geschnellt. Die Beschäftigten waren da während Corona. Jetzt ist Edeka mal dran.