Mitgliederbrief Nr. 2
Da die Unternehmensleitung IKEA Deutschland die Tarifverhandlungen über einen Tarifvertrag.Zukunkt.IKEA am 05. März 2021 abgesagt haben, findet an diesem Freitag ein Button-Tag statt. Mit dem Button wollen wir ein deutliches Signal an die Unternehmensleitung von IKEA Deutschland senden, dass nur ein Tarifvertrag.Zukunft.IKEA, den die Beschäftigten wollen, u.a. für sozialverträgliche Arbeitsplätze und Beschäftigungssicherheit, ein Recht auf Fort- und Weiterbildung innerhalb des Jobs und für eine Beibehaltung der Eingruppierung, damit du nicht weniger verdienst, sorgen kann.
„Die Unternehmensleitung der IKEA
Deutschland GmbH hat die Tarifverhandlungen mit ver.di für den 5. März
einseitig abgesagt. Das ist ein klarer Wortbruch. Eine nachvollziehbare
Begründung für den Abbruch der Tarifverhandlungen lieferte das Unternehmen
nicht. Der Umgang der
IKEA-Führungsregie mit der Tarifgewerkschaft ver.di ist mehr als befremdlich
und demonstriert Respektlosigkeit und mangelnde Wertschätzung gegenüber der
Bundestarifkommission und den gewählten Interessenvertretungen. Unsere Bundestarifkommission
erwartet und fordert, dass die Unternehmensleitung an den Verhandlungstisch
zurückkehrt und damit den Weg ebnet für eine digitale Transformation. Mit der
bisherigen Salami- und Hinhaltetaktik, digitale Prozesse scheibchenweise zu
präsentieren und die Beschäftigte vor vollendeten Tatsachen zu stellen,
gefährdet die Unternehmensleitung leichtsinnig die Zukunft des Unternehmens und
gefährdet Arbeitsplätze“,. sagt Orhan Akman Bundesfachgruppenleiter für den
Einzel- und Versandhandel bei ver.di.
„Wir gehen davon aus, dass die Unternehmensleitung ihre Entscheidung nicht erst gestern getroffen hat. Die zuständige Tarifgewerkschaft am gleichen Tag zu informieren wie die Betriebsöffentlichkeit ist die eine Sache. Die Unternehmensleitung hielt es aber ebenfalls nicht für nötig die Bundestarifkommission im Vorfeld in Kenntnis zu setzen. Die Bundestarifkommission besteht aus Betriebsräten von IKEA und ist der Führungsregie namentlich bekannt. Ein vom gegenseitigem Respekt geprägtes Verhältnis gegenüber Beschäftigten, gewählten Betriebsräten und gewählten Mitgliedern einer Tarifkommission sieht anders aus. Digitalisierung kann nur mit den Beschäftigten gut und erfolgreich funktionieren und nicht gegen die Interessen der Kolleg*innen“, so Maren Ulbrich die zuständige Unternehmensbetreuerin bei ver.di.
Bei IKEA hat bundesweit eine Befragung der Beschäftigten stattgefunden. Zum Ergebnis gibt es ein aktuelles Flugblatt. Die ver.di-Bundestarifkommission IKEA fordert einen Tarifvertrag, der die anstehende und bereits eingeleitete "business transformation" begleitet, um die Arbeitsbedingungen und Einkommen zu sichern.
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Die Internet-Seite BUSINESS INSIDER hat dazu am 28.11.2020 einen längeren Artikel mit dem Titel "Ikea will sein Geschäft wie Amazon aufziehen - 86 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland fürchten um ihre Jobs" verfasst: LINK
Auszug aus dem Artikel: Die zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin, Maren Ulbrich, fordert von Ikea, den Mitarbeitern gegenüber endlich reinen Tisch zu machen. „Die Unternehmensleitung muss endlich ihre Digitalisierungsstrategie offenlegen. IKEA digitalisiert zunehmend die Arbeitsprozesse im Betrieb, ohne die Beschäftigten dabei einzubinden. Dabei sind sie die Expertinnen und Experten und müssen über die Veränderungen informiert, qualifiziert und an Prozessen beteiligt werden. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, wie wichtig es ist, die Digitalisierungsprozesse bei IKEA zu tarifieren — und zwar unter Beteiligung der Beschäftigten.