ver.di Fachbereich Handel Hessen - Wilhelm-

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Donnerstag, 8. Juli 2021

Primark geht in die zweite Instanz. Kündigung von Ralf Sander nicht zurückgenommen

Die fristlose Kündigung von Betriebsrat Ralf Sander ist noch nicht vom Tisch. Daran hat leider auch das klare Urteil des Arbeitsgerichts Hannover nichts geändert. Der Antrag Primarks wurde durch das Arbeitsgericht klar abgewiesen. Die Vorwürfe waren für das Gericht nicht hinreichend um Ralf Sander fristlos zu kündigen.

Seit einer Woche ist klar: Primark hat gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Hannover Beschwerde eingelegt und zieht damit vor das Landesarbeitsgericht Niedersachsen. 
Ein Gerichtstermin steht noch aus.

Deshalb fordern wir erneut: Nehmen Sie unverzüglich das Kündigungsbegehren gegen Ralf Sander zurück! Für eine Kehrtwende ist es noch nicht zu spät.

Die Petition gegen die Kündigung bleibt also hochaktuell. An alle Unterzeichnerinnen: Bitte helft nochmal mit, die Petition weiter zu verbreiten! Primark braucht noch stärkere Zeichen, dass dies der Falsche Weg ist. Lasst uns Ralf Sander weiter unterstützen!



Donnerstag, 20. Mai 2021

Primark scheitert vor dem Arbeitsgericht Hannover - Primark darf Betriebsratsvorsitzenden Ralf Sander nicht kündigen

(Presseinformation 19.05.2021) In der heutigen Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Hannover zur fristlosen Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Primark Hannover, Ralf Sander, wurde ein klares Urteil gefällt. Primark ist mit dem Kündigungsbegehren vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz gescheitert. Die von der Geschäftsführung vorgebrachten Vorwürfe seien nicht ausreichend, um eine fristlose Kündigung zu begründen, urteilte das Gericht.


„Es war eine kurze Verhandlung. Die rechtliche Bewertung der zuständigen Kammer war klar und deutlich und entspricht unseren Erwartungen,“ so Sebastian Triebel, Gewerkschaftssekretär bei ver.di in Hannover.

Ob Primark gegen dieses Urteil Berufung einlegt ist derzeit offen. „Wir erwarten von Primark, dass die Kündigung sofort vom Tisch genommen wird. Primark muss von der Kampagne gegen Betriebsräte Abstand nehmen,“ fordert Sebastian Triebel.

Im Verfahren ging es um die Frage, ob der Betriebsratsvorsitzende Ralf Sander einen groben Datenschutzverstoß begangen habe, der die fristlose Kündigung rechtfertige. Der Betriebsrat hatte der von Primark beantragten fristlosen Kündigung nicht zugestimmt. Die fehlende Zustimmung musste der Arbeitgeber sich vom Arbeitsgericht ersetzen lassen, um die Kündigung aussprechen zu dürfen. Diesem Antrag hat das Arbeitsgericht Hannover heute nicht stattgegeben.

Bei Primark sind auch in Berlin und in Weiterstadt Betriebsräte mit dem Vorwurf des Datenschutzverstoßes unter Druck geraten. In Berlin ist ebenfalls eine fristlose Kündigung gegen ein Betriebsratsmitglied ausgesprochen worden. „Der Datenschutz wird bei Primark aktuell erkennbar genutzt, um gegen engagierte Betriebsräte und Gewerkschafter vorzugehen. Diese systematische Einschüchterung muss enden,“ bewertet Sebastian Triebel von ver.di das Geschehen.

Vor dem Verhandlungstermin hatte ver.di zum Protest vor dem Gerichtsgebäude in Hannover aufgerufen. Kolleginnen und Kollegen aus dem Primark-Store in Hannover beteiligten sich unter dem Motto „Hände weg von Ralf Sander“.

Eine von ver.di Anfang Mai initiierte Petition gegen die Kündigung zählt bereits über 1600 Unterschriften. (LINK - Hier klicken!)


Donnerstag, 15. April 2021

PRIMARK Hannover - Hände weg von Ralf Sander - Kündigung zurücknehmen - Jetzt!

 


Die Betriebsrätekonferenz des ver.di-Fachbereichs Handel zeigte am Ende ihrer Veranstaltung am 14.04.2021 Solidarität mit dem Kollegen Ralf Sander: