ver.di Fachbereich Handel Hessen - Wilhelm-

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Dienstag, 1. Februar 2022

Amazon - Die Abmahnung gegen einen aktiven Kollegen bei Amazon Bad Hersfeld muss entfernt werden

 

Aktiver ver.di-Kollege erfolgreich vor Gericht

Amazon muss Abmahnung entfernen. Konzern kann Vorwürfe gegen Gewerkschafter nicht belegen

Streikposten bei Amazon in Bad Hersfeld
Andreas GanglStreikposten bei Amazon in Bad Hersfeld

1. Februar 2022. Streikende und aktive ver.di Kollegen müssen besonders aufpassen: Amazon Manager sind dafür bekannt, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genau zu beobachten und jedes Verhalten, dass sie auch nur ansatzweise für eine Abmahnung ausreichend halten, zu melden, damit dies geahndet wird.  

Das passierte Anis Zitoun, der als Streikender und ver.di Vertrauensmann im Fokus steht und sich als Schwerbehindertenvertreter und Betriebsrat für Kolleginnen und Kollegen einsetzt. Anis ist seit 19 Jahren als Versandmitarbeiter bei Amazon Bad Hersfeld beschäftigt. In einem Pausengespräch erzählte Anis umstehenden Kollegen von seiner Impfung in einer Arztpraxis. Er hatte mit dem Arzt über seine tunesische Herkunft gesprochen und der Arzt sagte daraufhin, er komme aus Palästina. Da der Arzt keinen arabischen Vornamen hatte, erklärte dieser auf Nachfrage von Anis, er sei Jude. Eine Amazon-Managerin, die in der Nähe stand und telefonierte, will im weiteren Verlauf der Unterhaltung zwischen Anis und seinen Kollegen antisemitische Äußerungen gehört haben und meldete dies der Personalabteilung. Amazon hat auf diesen Vorwurf hin Anis Zitoun eine Abmahnung erteilt, mit dem Hinweis, dieser habe gegen den von Amazon vorgegeben Ehrenkodex (Code of Business Conduct and Ethics), verstoßen. Antisemitismus ist ein schwerwiegender Vorwurf und eine Abmahnung ist ein ernstzunehmender Hinweis auf eine Kündigungsabsicht des Arbeitgebers.

Amazon hat offenkundig versucht einen engagierten Kollegen zu diskreditieren. Es ist ein Skandal, dass der Konzern dafür zu solch ungeheuerlichen Vorwürfen greift.

Mechthild Middeke, ver.di

Anis wies die Vorwürfe entschieden zurück und wehrte sich gerichtlich gegen die Abmahnung: „An diesem Vorwurf stimmt überhaupt nichts, und ich verwahre mich gegen diese ungeheuerliche Unterstellung!“.

Am 14. Januar wurde der Fall vor dem Arbeitsgericht Fulda verhandelt. Welche Version des Gesprächsverlaufs der Wahrheit entspricht, vermochte das Gericht nicht abschließend klären, obwohl mehrere Zeugenaussagen vorlagen, wonach Anis keinerlei antisemitische Äußerungen getätigt hat. Im Urteil stellte das Gericht jedoch fest, es sei nicht ersichtlich „dass das interne Pausengespräch vom 30. Juni 2021 zwischen einigen Betriebsangehörigen tatsächlich das Potential für eine konkrete Störung des Betriebsfriedens gehabt hat.“  Es besteht daher der Anspruch auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte.

„Anis Zitoun ist ein langjährig aktiver ver.di Vertrauensmann, für den Solidarität ein grundlegendes Prinzip ist“, bestätigt Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. „Eine antisemitische Haltung passt nicht zu ihm und ist auch nicht aufgefallen. Amazon hat offenkundig versucht einen engagierten Kollegen zu diskreditieren. Es ist ein Skandal, dass der Konzern dafür zu solch ungeheuerlichen Vorwürfen greift. Gut, dass Anis die Stärke hatte, dagegen vorzugehen.“

Donnerstag, 20. Januar 2022

Amazon - Änderung der Schichtpläne sorgen in Bad Hersfeld für großen Unmit

 


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Keine Experimente mit unseren Arbeitszeiten!

Der Unmut ist groß

Schichtpläne werden geändert. Die Dauerspätschicht soll abgeschafft werden. Längere Erholungszeiten an Wochenenden werden gekappt. Anträge auf Teilzeitarbeit und auf andere Schichtmodelle werden abgelehnt. Nachtschichten werden verstärkt und zeitlich verschoben. Ob dies überhaupt den gewünschten Effekt bringt ist unklar. An anderen Standorten wird bei der Nachtschicht bereits zurück gerudert.

Arbeitszeiten bestimmen den Lebensrhythmus

Man hat sich auf ein bestimmtes Schichtmodell eingestellt. Man hat Fahrgemeinschaften gefunden, Familienleben und Freizeitbeschäftigung darauf ausgerichtet, der Biorhythmus funktioniert halbwegs. Schlafrhythmus, Gesundheit und Wohlbefinden hängen eng zusammen. Es braucht eine gute Balance zwischen Arbeitszeit und freier Zeit. Es braucht ausreichende Erholungszeiten an Wochenenden. Nur Wochenenden bieten die Möglichkeiten der gemeinsamen Freizeitgestaltung mit Freunden und Familie.

Arbeitszeiten nach Gutsherrenart

Hatte Amazon früher damit geworben für jeden Mitarbeiter das passende Schichtmodell zu finden, so sind jetzt Lieferversprechen und Cut-Offs das Maß aller Dinge. Zwar hat der Betriebsrat ein gesetzliches Mitbestimmungs-recht, aber selbst ein Einigungsstellenergebnis wird nicht entsprechend umgesetzt.

Dabei hatte Jeff Bezos noch erklärt, Amazon wolle „der beste Arbeitgeber der Welt werden“.

So wird das Nichts!

Keine Experimente mit unseren Arbeitszeiten!

®  Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse über gute Arbeits- und Schichtzeiten müssen berücksichtigt werden.

®  Beschäftigte müssen rechtzeitig einbezogen und gehört werden. Es muss auf individuelle Belange und familiäre Verhältnisse Rücksicht genommen werden!

®  Der Betriebsrat ist umfassend zu beteiligen und getroffene Vereinbarungen sind umzusetzen! 

Wir machen gemeinsam Druck für gute Arbeitszeiten und gesunde Arbeit!

Mechthild Middeke

Gewerkschaftssekretärin


Dienstag, 29. Juni 2021

Amazon - Heute (29. Juni 2021) Streik bei Amazon Bad Hersfeld - Amazon-Beschäftigte haben mehr verdient!

presse.mitteilung
ver.di hessen 

Amazon Beschäftigte haben mehr verdient!

Heute Streik bei Amazon Bad Hersfeld

Bad Hersfeld, 29. Juni 2021.  Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der beiden Amazon Verteilzentren (FRA1 und FRA3) in Bad Hersfeld am heutigen Dienstag, 29.6. 2021 zum Streik aufgerufen. Der Streik hat mit der Frühschicht begonnen und geht bis zum Ende der Nachtschicht am frühen Mittwoch. Mit dem Streik bezieht ver.di den Versandhändler Amazon in das Streikgeschehen anlässlich der 3. Verhandlungsrunde für den Einzel- und Versandhandel Hessen ein, die heute in Frankfurt stattfindet.

Amazon ist seit Anfang 2020 Mitglied (Ohne Tarifbindung) im HDE, Handelsverband Deutschland, mit dessen Mitgliedsverbänden die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel abgeschlossen werden. ver.di will erneut deutlich machen, dass es ein Skandal ist, dass Amazon als größter Online-Versandhändler nach wie vor nicht nach den tariflichen Standards des Einzel- und Versandhandels bezahlt.

ver.di fordert, dass Amazon die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel Hessen anerkennt.
In der laufenden Tarifrunde für diesen Tarifbereich fordert ver.di eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat, ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro, sowie die Allgemeinverbindlichkeit (AVE) der Tarifverträge.

Freitag, 25. Juni 2021

Amazon - Weiterer Streik in der Amazon-Prime-Aktionswoche in Bad Hersfeld

presse.mitteilung
ver.di hessen 

Weiterer Streik in der Amazon Prime-Angebotswoche

am Standort Bad Hersfeld 

Bad Hersfeld, 25. Juni 2021. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der beiden Amazon Verteilzentren (FRA1 und FRA3) in Bad Hersfeld am Freitag, 25.06.2021 zum Streik auf. Aufgerufen sind alle Schichten beginnend mit der Frühschicht bis zum Ende der Nachtschicht am frühen Samstag. ver.di setzt damit einen weiteren Streiktag in der Amazon Prime-Angebotswoche.

ver.di fordert, dass Amazon die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel Hessen anerkennt.
In der laufenden Tarifrunde für diesen Tarifbereich fordert ver.di eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat, ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro, sowie die Allgemeinverbindlichkeit (AVE) der Tarifverträge. 

Montag, 3. Mai 2021

Amazon - Streik in Bad Hersfeld am 04.05.2021 und 05.05.2021 - Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen, Gesundheit schützen!

presse.mitteilung
ver.di hessen 

Streik bei Amazon Bad Hersfeld

Tarifflucht beenden, Dumpinglöhne bekämpfen,

Gesundheit schützen!

Bad Hersfeld, 2. Mai 2021. Im Rahmen von bundesweiten Streiks sind die Beschäftigten der beiden Amazon-Versandzentren FRA1 und FRA3 in Bad Hersfeld von Montag 3.5. bis Dienstag 4.5.2021 aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. ver.di macht weiterhin Druck für die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels und will tarifliche Regelungen zum Schutz der Gesundheit erreichen.

„Amazon betreibt Tarifflucht, obwohl das Unternehmen seit über einem Jahr Mitglied im Handelsverband Deutschland (HDE) ist und dessen Politik mitbestimmt“, empört sich die zuständige Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. „Wenn Amazon sich weiter weigert, die Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels anzuerkennen, dann sollten sie über eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträge dazu gezwungen werden. Die Amazon-Beschäftigten hätten dann ein höheres monatliches Einkommen, verbindliche Ansprüche auf Zusatzleistungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, sowie mehr Urlaubstage.“

Auch für den Tarifbereich des Einzel- und Versandhandels Hessen ist ver.di in die Tarifrunde gestartet und fordert unter anderem eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat sowie die Allgemeinverbindlichkeit (AVE) der Tarifverträge.

Mittwoch, 28. April 2021

Existenzsichernde Tariflöhne statt Aktien! Damit Amazon die Einkommen der Beschäftigten nicht nach Lust und Laune bestimmen kann


Es wäre nur gerecht und dringend erforderlich, die Beschäftigten am Erfolg des Konzerns zu beteiligen, zum Beispiel durch eine Corona-Prämie, wie sie aktuell viele Amazon-Betriebsräte fordern. Doch Amazon kürzt stattdessen die Jubiläumsaktien. Warum sind Aktien ein zweischneidiges Schwert? Warum ist ein Tarifvertrag mit existenzsichernden Löhnen inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld und weiterer Zuschläge wichtig? Worum geht es in der Tarifrunde Handel? Lest dazu den neuen ver.di Flyer.

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Montag, 29. März 2021

Amazon - Osterstreik in Bad Hersfeld

presse.mitteilung
ver.di hessen

Osterstreik bei Amazon Bad Hersfeld

Bad Hersfeld, 28. März 2021.  Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der beiden Versandzentren FRA1 und FRA3 in Bad Hersfeld auf, von morgen, Montag 29.03. bis zum Gründonnerstag, 1.4.2021 die Arbeit niederzulegen. Angesichts des erneuten Lock-Downs ist in der Woche vor Ostern bei Amazon ein starkes Bestellvolumen zu erwarten. ver.di macht weiterhin Druck für die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels und will tarifliche Regelungen zum Schutz der Gesundheit erreichen.

„Für Amazon hat das Kundenversprechen auf schnelle Lieferung allerhöchste Priorität. Das Wohlergehen und die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern hingegen lässt sehr zu wünschen übrig“, erläutert die zuständige Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke. „Die Bearbeitungszeiten für die Bestellungen werden immer enger getaktet. Coronagerechtes Arbeiten unter Einhaltung von Abstandsregelungen und Hygienevorschriften fällt dabei hinten runter. Nötig wären auch Pausen zum Verschnaufen, denn das dauerhafte Arbeiten mit Mund-Nase-Schutz ist sehr anstrengend.

Die Corona-Pandemie habe Amazon dicke Extraprofite gebracht, so Middeke weiter. „Die Beschäftigten sorgen unter starkem Druck und großem Gesundheitsrisiko tagtäglich dafür, dass der Laden läuft. Ein Ausdruck von Wertschätzung dieser Arbeit wäre die Bezahlung nach Tarifvertrag.“

ver.di fordert außerdem eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent plus 45 Euro pro Monat in der Tarifrunde des Einzel- und Versandhandels Hessen.

Dienstag, 9. März 2021

Amazon - Die Beschäftigten brauchen echten Schutz vor Corona anstatt Abwälzung der Verantwortung auf die Beschäftigten

Die aktuellen Arbeitsbedingungen bei Amazon fördern die Verbreitung der Corona-Pandemie. Dies muss sich schnellstens ändern!

Auszug aus dem Flugblatt:

Was Amazon tun muss: Der bestmögliche Schutz der Beschäftigten muss Vorrang vor der schnellstmöglichen Bearbeitung von Kundenbestellungen haben! Und: Gesundheit geht vor Produktivität! 

Die Anzahl der Personen, die zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten „on the floor“
sind, muss deutlich reduziert werden. Dazu müssen Lieferzusagen und Arbeitsvorgaben verändert werden. Schichtbesetzungen müssen angepasst werden, auch durch ein rollierendes System von bezahlten Freistellungen und wo möglich durch Homeoffice. Das Arbeiten mit medizinischer Maske ist besonders anstrengend. Es muss mehr und bezahlte Pausen zum Durchatmen geben. Überstunden und zusätzliches Personal sind ein „no go“.



 
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Freitag, 12. Februar 2021

RIP Christian Krähling


Vor kurzem ist unser Freund, Kollege und Genosse Christian Krähling viel zu früh aus dem Leben gerissen worden. Wir trauern um einen der mutigsten und widerständigsten Gegner des Amazon-Managements im Amazon-Streik, der unzählige Menschen in seinem Kampf für Gerechtigkeit inspiriert und organisiert hat. Christian Krähling spielte sowohl beim Aufbau der Gewerkschaftsstrukturen bei Amazon in Bad Hersfeld als auch bei der internationalen ArbeiterInnenvernetzung der Amazon-Beschäftigten eine herausragende Rolle. Um Christians Andenken zu ehren, laden wir zu einer Gedenk-Veranstaltung am 21. Februar um 19 Uhr (MEZ). Dort kommen Kolleg*innen, Mitstreiter*innen, Freund*innen, Weggefährt*innen, Genoss*innen und alle zu Wort, die Christian in seinem Leben berührt und geprägt hat. Der Kampf geht weiter – das hätte Christian so gewollt. 


Die Veranstaltung findet per Zoom statt und wird live auf youtube übertragen.

Alle Infos dazu findet ihr hier: http://christiankraehling.org.

Beiträge und Nachfragen können geschickt werden an: awi@riseup.net.


Zoom Link


Donnerstag, 28. Januar 2021

Genehmigung von Sonntagsarbeit bei Amazon im Weihnachtsgeschäft 2015 in NRW war unrechtmäßig

 


Bundesverwaltungsgericht bestätigt ver.di-Klage gegen Sonntagsarbeit bei Amazon

Düsseldorf, 27. Januar 2021

Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat am heutigen Mittwoch (27. Januar) einer Klage der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gegen die Genehmigung von Sonntagsarbeit bei Amazon letztinstanzlich stattgegeben. Damit bestätigt das Gericht ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster aus dem Dezember 2019. Für die Fachbereichsleiterin für den Handel in NRW, Silke Zimmer, ist dies eine Bestätigung des Einsatzes der Gewerkschaft für den Sonntagsschutz: „ver.di geht auch bei Amazon konsequent gegen unnötige Sonntagsarbeit vor. Die Beschäftigten bei Amazon arbeiten sehr hart bei untertariflicher Bezahlung und haben den freien Sonntag verdient. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit diesem Urteil bestätigt, dass die Lieferversprechen des Onlinehändlers nicht ausreichen, um den Anspruch der Beschäftigten auf einen freien Sonntag auszuhebeln.“

Montag, 21. Dezember 2020

Amazon Bad Hersfeld beteiligt sich an Weihnachtsstreiks

presse.mitteilung
ver.di hessen 

Amazon Bad Hersfeld beteiligt sich an Weihnachtsstreiks 

Bad Hersfeld, 20. Dezember 2020. Mit einem Streikaufruf in der Weihnachtswoche fordert die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten verschiedener Amazon-Standorte, unter anderem der beiden Versandzentren FRA1 und FRA3 in Bad Hersfeld auf, vom 21. Bis zum 24.12.2020 die Arbeit niederzulegen. ver.di stört damit die Bestellung in letzter Minute beim größten online-Versandhändler.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Amazon Bad Hersfeld - Weiterer Streik im Black Friday-Geschäft bis 1.12.2020 (Schichtende)

presse.mitteilung
ver.di
hessen

Amazon Bad Hersfeld

Weiterer Streik im Black Friday-Geschäft


Bad Hersfeld 29. November 2020.  Die Gewerkschaft ver.di will mit einem erneuten Streikaufruf weiter die Abwicklung der Black Friday-Bestellungen beim Internet-Versandhändler stören. Der Streik beginnt in der Nacht zu Montag, 30.11.20, beginnend mit der Nachtschicht und endet am Dienstag, 1.12.20 mit dem Ende der Spätschicht. Aufgerufen sind beide Versandzentren FRA1 und FRA3 am Standort Bad Hersfeld. 


„In der letzten Woche sind mehr als 500 Beschäftigte unserem Streikaufruf (von Do bis Sa) gefolgt,
erläutert ver.di-Streikleiterin Mechthild Middeke, „obwohl Überstunden mit extra Zuschlägen angesagt sind und viel Druck durch Vorgesetzte gemacht wird. Die Kundinnen und Kunden, die auf Schnäppchenjagd bei Amazon sind, sollten bedenken, dass dies mit schlechten Arbeitsbedingungen und unfairer, weil nicht tariflicher Entlohnung, erkauft wird. Amazon hat gegenüber anderen Handelsunternehmen dadurch Wettbewerbsvorteile.“


ver.di fordert tarifliche Regelungen zum Schutz der Gesundheit und die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels.