ver.di Fachbereich Handel Hessen - Wilhelm-

Mittwoch, 14. Juni 2023

Tarifrunde Einzelhandel Hessen 2023 - Hey Boss, wir brauchen mehr Geld!




 

Tarifrunde Einzelhandel Hessen 2023 - Wer mauert, trägt auch die volle Verantwortung für kommende Streiks

3. Tarifverhandlung für den Einzel- und Versandhandel in Hessen ohne Ergebnis

„Wer mauert, trägt auch die volle Verantwortung für kommende Streiks“

Frankfurt/Main, 14. Juni 2023 – „Stocksauer, so lässt sich das aktuelle Gefühl der
Beschäftigten des Einzel- und Versandhandels auf den Punkt bringen. Sie hatten
für die dritte Tarifverhandlung einen deutlichen Schritt nach vorn hin zu einem
möglichen Abschluss erwartet. Das signalisierten sie bei zahlreichen betrieblichen
Aktivtäten, aber insbesondere beim landesweiten Streik- und Aktionstag am 9. Juni
in Darmstadt. Und heute gaben sie diese Forderung den Arbeitgebern direkt mit
auf den Weg zur Tarifverhandlung“, erklärt Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter
Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Einzel-
und Versandhandel: „Was wir dann allerdings im Rahmen der Tarifverhandlung
erleben mussten, waren alles andere als flexible und für neue Schritte offene
Arbeitgeber. Im Gegenteil: Sie klammerten sich an ihr Angebot vom 24. Mai mit
möglichen Lohnerhöhungen um 3,0 plus 2,0 plus 2,5 Prozent verteilt auf zwei Jahre.
Das wäre für die längst in Not leben und arbeitenden Beschäftigten keine wirkliche
finanzielle Entlastung, sondern eine Fortsetzung der gravierenden Preissteigerung
mit ein wenig gedämpften Mitteln. Wer derart mauert und nichts Neues,
sondern bloß Altbekanntes anzubieten hat, der trägt auch die volle Verantwortung
für notwendig kommende Streiks. Wie in anderen Bundesländern werden diese
die tarifpolitische Richtung der nächsten Wochen bestimmen.“

ver.di fordert für die rund 235.000 Beschäftigten der Branche in Hessen:
- Erhöhung der Stundensätze um einheitlich 2,50 Euro;
- Anhebung der Ausbildungsvergütungen um einheitlich 250 Euro in jedem Ausbildungsjahr;
- Laufzeit des Tarifvertrages: 12 Monate;
- Allgemeinverbindlicherklärung der Branchentarifverträge durch einen gemeinsamen
Antrag des Handelsverbandes Hessen und ver.di.

Die 4. Tarifverhandlungen werden am 11. Juli 2023 stattfinden.

Mittwoch, 24. Mai 2023

Tarifrunden Einzelhandel Hessen - Flugblatt zur 2. Verhandlungsrunde

 


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2. Tarifverhandlung 2023 im hessischen Einzelhandel

presse.mitteilung
ver.di hessen

Tarifverhandlung für den Einzel- und Versandhandel in Hessen vertagt
„Ausdauer ist jetzt besser als Sprint“
 

Frankfurt, 24. Mai 2023. „Die Arbeitgeber sprechen im Rahmen ihres Angebots in dieser Tarifrunde gern von einer ‚Sprinterklausel‘. Durch sie könne ver.di selbst bestimmen, wann die erste Lohnerhöhung gezahlt würde, weil diese an das Datum des Tarifabschlusses geknüpft sei. Dieser ersten Stufe von 3 Prozent sollen zwei weitere mit 2 Prozent und seit der heutigen Verhandlung 2,5 Prozent folgen. Dazu gäbe es die nicht veränderte Inflationsausgleichprämie von 1.000 Euro, zahlbar in zwei Schritten.“, erklärt Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Einzel- und Versandhandel: „Wenn wir die Bereitschaft und die Entschlossenheit zu Arbeitskämpfen in den Belegschaften sehen, dann wäre es völlig falsch, bereits diesem seit einem Monat kaum verbesserten Angebot den Zuschlag zu geben. Ausdauer ist jetzt besser und wichtiger als Sprint. Denn Tarifpolitik setzt nicht auf ‚Strohfeuer‘, sondern auf eine nachhaltige Steigerung der Gehälter, Löhne und Ausbildungsvergütungen. Eine Inflationsausgleichprämie darf kein Ersatz sein für eine echte Lohnerhöhung, die sich langfristig positiv auswirkt. Darum geht es in dieser Tarifrunde. Und deshalb wäre ein schneller Tarifabschluss im ‚Eiltempo‘ unter den angebotenen Bedingungen kein besserer, sondern ein noch zu schlechter. Die Arbeitgeber müssten dies heute verstanden haben.“ 

ver.di bleibt bei ihren Tarifforderungen für die etwa 235.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Hessen:

-    Erhöhung der Stundensätze um einheitlich 2,50 Euro;

-    Anhebung der Ausbildungsvergütungen um einheitlich 250 Euro in jedem Ausbildungsjahr;

-    12 Monate Laufzeit des Tarifvertrages;

-    Allgemeinverbindlicherklärung der Branchentarifverträge durch einen gemeinsamen Antrag des Handelsverbandes Hessen und ver.di. 

Die nächste Tarifverhandlung findet am 14. Juni 2023 statt..

Montag, 22. Mai 2023

Kuckuck Nr. 178 - Unsichtbare Hilfe?

Das neue Info „Kuckuck“ Nr. 178 vom 22. Mai 2023 für Betriebsräte und Beschäftigte im Fachbereich Handel der ver.di Bezirk Südhessen hat folgende Themen:
  •           Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel in Hessen: Unsichtbare Hilfe?
  •           Fotokollage: Streik- und Aktionstag im hessischen Einzelhandel am 19. Mai 2023 in Frankfurt
  •           Streikbruchprämie bei IKEA in Wallau: Wer besticht wen?
  •           Parfümerie Douglas Deutschland GmbH: Streiklage zwei Mal täglich melden
  •           Marktleiter für Globus Baumarkt in Rüsselsheim? – Flucht nach vorne?
  •           Lidl Stiftung & Co. KG: Samstag freiwillig niemals frei? 
PDF (Hier klicken!)

Montag, 24. April 2023

Tarifrunde Einzelhandel Hessen 2023 - 1. Tarifverhandlung für den hessischen Einzel- und Versandhandel ohne Ergebnis vertagt

presse.mitteilung
ver.di hessen 

1. Tarifverhandlung für den hessischen Einzel- und Versandhandel ohne Ergebnis vertagt

Realitätsfernes Angebot 

Frankfurt, 24. April 2023.  „Die Arbeitgeber wissen offenbar immer noch nicht, was soziale Fürsorgepflicht in der Wirklichkeit bedeutet. Kaum anders ist zu verstehen, dass sie bei der heutigen ersten Tarifverhandlung ein Angebot vorlegten, das für die Beschäftigten bereits einen gewaltigen Reallohnverlust bedeuten würde“, erklärt Marcel Schäuble, Fachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den Einzel- und Versandhandel: „Mit 3 Prozent fürs erste und 2 Prozent für ein zweites Jahr wäre nicht einmal die aktuelle und zu erwartende Inflationsrate auch nur größtenteils ausgeglichen. Wer verantwortlich handeln will, muss wesentlich dazu beitragen, dass die Beschäftigten ihre prekäre Situation deutlich verbessern können. Teilzeitbeschäftigte – rund 80 Prozent des Verkaufspersonals – gehen mit 1.300 Euro netto nach Hause. Wie sollen damit die rasant und dauerhaft steigenden Preise für die Lebenshaltung aufgefangen werden? Heute lieferten die Arbeitgeber keine nachvollziehbare, geschweige denn eine akzeptable Antwort auf diese drängende und die Beschäftigten tagtäglich bewegende Frage. Deshalb gingen wir rasch wieder auseinander.“

ver.di fordert für die etwa 235.000 Beschäftigten der Branche:

 

·         eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um 2,50 Euro je Stunde, weil dadurch alle ein spürbares Plus erhalten sollen und zudem die unteren Lohngruppen verhältnismäßig stärker angehoben würden als die oberen;

·         eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 250 Euro je Ausbildungsjahr, da Fachpersonal nicht vom „Himmel“ fällt, sondern unter attraktiveren Bedingungen in der Branche selbst ausgebildet werden soll;

·         die Allgemeinverbindlicherklärung der Branchentarifverträge, damit die „Sparschweine“ bei den Personalkosten ihren schmutzigen Wettbewerb auf Kosten der Beschäftigten beenden müssen.

Morgen, am 25. April, werden etwa 200 Betriebsräte aus Hessen auf einer Aktionskonferenz des Handels im Frankfurter Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, das weitere Vorgehen zur Durchsetzung einer spürbaren Lohnerhöhung besprechen. Die 2. Tarifverhandlung für den hessischen Einzel- und Versandhandel wird am 24. Mai 2023 stattfinden.

Donnerstag, 20. April 2023

Tarifrunde Einzelhandel Hessen 2023 - 1. Verhandlungstermin: Montag, 24. April 2023 in Raunheim

 

presse.mitteilung
ver.di hessen

Einstieg in die Tarifverhandlungen für den Einzel- und Versandhandel in Hessen

2,50 Euro mehr je Stunde gefordert

Frankfurt, 19. April 2023.   „Wenn Billigangebote für Lohnerhöhungen jemals ‚zeitgemäß‘ gewesen sein sollten, so auf keinen Fall heute bei einer anhaltend und seit Jahrzehnten höchsten Inflationsrate. In Baden-Württemberg verfielen die Einzel- und Versandhändler in ihren altgewohnten Trott, mit gezielter Realitätsferne und branchenüblicher Knauserigkeit in die diesjährige Tarifrunde einzusteigen“, erklärt Marcel Schäuble, Landesfachbereichsleiter Handel der ver.di Hessen und Verhandlungsführer für den hessischen Einzel- und Versandhandel: „Ihr dortiger Vorschlag von 3 Prozent im ersten und 2 Prozent im zweiten Jahr ist weit weg von den nachweisbaren Bedürfnissen der Beschäftigten und den Notwendigkeiten ihrer aktuellen wirtschaftlich prekären Situation. Sollten die Arbeitgeber:innen bei uns am kommenden Montag nur auf Hessisch wiederholen, was wir längst auf Baden-Württembergisch kennenlernten, dann sind die ersten Verhandlungen rasch beendet. Dann werden betriebliche Aktionen und Streiks die Tarifrunde sehr schnell mitbestimmen und dauerhaft begleiten. Wer das vermeiden möchte, sollte als Arbeitgeber:innen ein zeitgemäßes Angebot vorlegen.“ 

ver.di fordert für die etwa 235.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Hessen:

-   Erhöhung der Stundensätze um einheitlich 2,50 Euro, um mit einer deutlichen sozialen Komponente die Beschäftigten in unteren Gehaltsgruppen verhältnismäßig besser abzusichern;

-   Anhebung der Ausbildungsvergütungen um einheitlich 250 Euro in jedem Ausbildungsjahr;

-   12 Monate Laufzeit des Tarifvertrages;

-   Allgemeinverbindlicherklärung der Branchentarifverträge durch einen gemeinsamen Antrag des Handelsverbandes Hessen und ver.di.

Die ersten Tarifverhandlungen finden statt am 24. April 2023, ab 11 Uhr im NH-Hotel Frankfurt Airport West, Kelsterbacher Straße 19, 65479 Raunheim.

Montag, 17. April 2023

Kuckuck Nr. 177 - Politik mit der Angst


Das neue Info "Kuckuck" Nr. 177 vom 17. April 2023 für Betriebsräte und Beschäftigte im Fachbereich Handel der ver.di Bezirk Südhessen hat folgende Themen:


-        Streiks an Ostern bei der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH in Hessen: Politik mit der Angst

-        Abwehrkämpfe bei Karstadt und Kaufhof in Südhessen: Motivierende Solidarität

-        Fotocollage: Kahlschlag ist kein Zukunftskonzept! Galeria Karstadt Kaufhof in Hessen – Streiks am 8. April 2023

-        Globus-Baumarkt in Rüsselsheim: Fakten schaffen


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